Literatur

Wenn Sie sich näher mit den Themenfeldern rund um die Hospizbewegung beschäftigen wollen, haben wir für Sie eine Auswahl empfehlenswerter Literatur zusammengestellt, die Sie durch unsere Zusammenarbeit mit Amazon.de auch direkt von hier bestellen können.

Desweiteren besteht die Möglichkeit, die Bücher beim Gebrauchtbuchhändler Abebooks zu suchen und gegebenenfalls preiswert zu bestellen.

 

Literaturtipps

Lis Bickel und Daniela Tausch - 
Ich möchte dich begleiten

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Wenn ich mich auf den Weg mache, um einen sterbenden Menschen zu besuchen und zu begleiten, ist es nicht einfach für mich die Bücher zusammen zu sammeln, aus denen ich vielleicht vorlesen könnte - insbesondere, wenn ich den Menschen kaum kenne. Trost und Zuspruch sollte es sein. Was ist es wert, das darüber gesprochen werden kann? Was ermöglicht vielleicht sogar einen kleinen Anstoß zum Nachdenken oder Hineinfühlen? So ist mir das Büchlein von Lis Bickel und Daniela Tausch „Ich möchte dich begleiten“ eine große Hilfe. 
Aufgeteilt in Themenbereiche wie zum Beispiel: Vom Rückblicken auf das Leben, vom Sinn und dem was bleibt, aber auch von Angst, Einsamkeit und dem Bereitwerden, von der Schwelle und vom Zeitlichen und Ewigen sind übersichtlich zum Teil sehr kurze, aber auch längere Texte, Geschichten und Märchen zusammengetragen, die es mir ermöglichen, das Passende auszuwählen für den Tag und den Menschen. Einige der Texte sind nicht leicht zu verstehen, sodass es absolut notwendig ist alle Texte zu kennen und möglichst vor dem lauten Vorlesen noch einmal zu reflektieren. Indianisches, Asiatisches und Hermann Hesse, aber auch Rilke, Saint- Exupéry und Luise Rinser – aus der Vielfalt lässt sich sicher für jede Gelegenheit etwas finden. Hilfreich ist besonders für wenig geübte Sterbebegleiter – insbesondere für Angehörige – die Einleitung und Hinführung durch die Autorinnen. Mich wird dieses Büchlein in Zukunft bei meinen Besuchen begleiten. Es sollte zur „Ausrüstung“ einer Hospizhelferin und Hospizhelfers gehören.

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Menno Aden - Christlicher Glaube
Darstellung der Grundlagen und Kommentar zum Apostolischen Glaubensbekenntnis.

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Menno Aden stammt aus einer weitverzweigten Pastorenfamilie. Als Jurist hat er sich an die Aufgabe herangemacht, die Grundlagen des christlichen Glaubens, die Bibel und das Glaubensbekenntnis auf ihre Wahrhaftigkeit, Widersprüchlichkeit und Zeitgebundenheit zu überprüfen. Gerade in einer Zeit, in der immer mehr Menschen sich von den christlichen Kirchen abwenden und ihren individuellen Gott suchen, versucht dieses Buch mit der Darstellung der geschichtlichen Grundlagen der Bibel und damit der christlichen Religion, dem Gottesglauben und seiner Tragfähigkeit - seinen Zweifeln - nachzuspüren. Für die christliche Theologie ist heute nichts mehr sicher – weder die Geburt in Bethlehem, noch der Opfertod Jesu auf Golgatha oder die Auferstehung zu Ostern. Im zweiten Teil des Buches erklärt Menno Aden nacheinander die sinntragenden Wörter des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, auch im Sinn der neuzeitlichen Bibelkritik. Fromme Menschen mögen dieses Buch nicht sonderlich erbaulich finden. Diejenigen aber, die sich mit Zweifeln auseinander setzen möchten, gibt es dazu reichlich Möglichkeit, zeigt aber unter Umständen auch einen Weg, Glauben wiederzufinden.

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Ken Wilber - Mut und Gnade

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Eigentlich wollte ich über dieses wunderbare Buch schreiben, um es möglichst vielen Menschen nahezubringen, doch dann fand ich einen Beitrag im Internet, in dem das Wesentliche so gut zusammengefasst und so persönlich geschildert wird, dass ich ihn lieber im Folgenden zitiere:


Barbara Volkmann

"Am 22.September letzten Jahres starb unsere Tochter völlig unvorhersehbar an plötzlichem Herztod, im Schlaf. Ihr Gesicht war ganz entspannt und ihre Lippen zeigten ein sanftes Lächeln. Offensichtlich ist sie ganz ruhig in die für uns unsichtbare Welt gegangen.
In der Sekunde, in der ich sie sah, war meine bis dahin sehr mächtige Angst vor dem Tod wie durch einen Windstoß verflogen. In den ersten Monaten, die durch alle erdenklichen chaotischen Gefühle gekennzeichnet waren, klammerte ich mich an eine Vielzahl tröstender Bücher. Meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit galt ungeteilt nur noch dem mystischen Bereich, der Spiritualität sowie der Bewusstseinsforschung um den Zeitpunkt des Todes. Von einem guten Freund, einem Psychologen, erhielt ich ganz am Anfang meiner "Reise" in die andere Sphäre das Buch von Ken und Treya Wilber Mut und Gnade als Geschenk. Diese beiden wunderbaren Menschen, von denen ich heute als meinen Freunden erzähle, schenkten sowohl mir, als auch meinem Mann in der Zeit der größten Verletztheit, Entwurzelung und veränderter Weltsicht soviel Kraft, Trost und Mut, dass wir unseren Weg weitergehen konnten. 
Sehr bewegend erzählt es die Geschichte von zwei tief spirituellen, begabten und differenzierten Menschen, deren erste Begegnung sie schon wissen lässt, dass sie füreinander geschaffen sind, `als gehörten sie schon viele Menschenleben zusammen´. Kurz darauf heiraten sie. Doch schon eine Woche nach der Hochzeit erfährt Treya, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist. Diese Hiobsbotschaft ist der Anfang einer 5jährigen symbiotischen Wegstrecke im gemeinsamen heroischen Kampf gegen die Krankheit, sowie dem mutigen Entschluss, dem Sterben bewusst zu begegnen und den Tod anzunehmen. Gemeinsam haben sie einen Weg gefunden, ihr kleines Ich aufzugeben, um zu einer den Tod überlebenden Vereinigung zu finden. 
Ken als der führende Theoretiker der transpersonalen Psychotherapie, die über die herkömmliche Psychologie hinaus auch die Psychologie der spirituellen Erfahrung einbezieht, gewährt uns im Verlauf des Buches immer wieder Einblicke in tiefe psychologische und spirituelle Entwicklungs- und Wachstumsmöglichkeiten des Menschen. Er gilt heute als der Einstein der Bewusstseinsforschung. 
Treyas zutiefst ergreifende Tagebuchaufzeichnungen berühren die Seele und bieten uns die Einsicht, dass das Sterben bzw. der Tod nicht einfach das Ende des Lebens ist, sondern der Übergang in ein neues erweitertes Bewusstsein, das auch unserem Leben ein tieferes Verständnis verleiht. Ken begleitet sie auf ihrem Weg. Kens und Treyas Beziehung erreicht dadurch eine Tiefe und Innigkeit, die über den Tod hinausreicht. 
Die Geschichte dieser beiden großen Menschen bietet mir immer wieder Halt und Hilfe in Momenten der Dunkelheit, in denen mein Glaube ins Wanken gerät und ich nach greifbarer Erfahrung strebe. Treya lebt in ihrem Tod die offen daliegende Wahrheit des alltäglichen und ewigen Gewahrseins der Menschen, des simplen Gewahrseins dessen, was ist. Die letzte Tagebucheintragung, die sie kurz vor ihrem Tod in klaren, kraftvollen Worten schreibt, lautet: 
`Es braucht Gnade, ja - und Mut!´ Mut und Gnade, Tun und Sein, Wille und Ergebung - diese Zusammenfügung zu einem harmonischen Ganzen war Treya gelungen. Obwohl sie bis zum Schluss für das Leben kämpfte, ist sie im Angesicht des Todes nicht nur völlig frei von Angst, sondern sie ist erfüllt von einer heiligen Freude und einer wunderbaren klaren Sammlung, wenn sie sagt: `Ich gehe jetzt, ich bin so glücklich.´ 
Dieser Weg hin zum Wesentlichen, zum innersten Kern unseres Seins, auf dem der Tod Treyas größter Lehrer war, hat mir wieder Boden unter den Füßen geschenkt. Er zeigt auch so klar, dass Tod nicht Fehlschlag und Leben nicht Lohn ist. Es ist der Weg der Liebe, die dich weit über dich selbst hinausträgt."

Petra Hoerz-Schmückle

(Anm. des Webmasters : Quelle des Zitates:http://www.veid.de/Informationen/Bucher/Buchertips/body_buchertips.html#Mut)

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